Die Kleinkunstbühne des
Migros-Kulturprozent.

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Naphtaline

Joue contre joue

Die nostalgische Liebesgeschichte von Frieda und Juanito spielt abseits der virtuellen Begegnungen – schicksalshaft, einfach und schön.

Naphtaline

© Marion Burnier

Joue contre joue

Eine Schauspielerin und ein Schauspieler stellen sich der Frage der Begegnung. Sie kann vielleicht Zufall sein oder sogar Schicksal – unbedeutend oder aussergewöhnlich. Faszinierend und verblüffend ist das Spiel ohne Worte: eine Geschichte zum sehen. Sie wird derart virtuos und mitreissend gespielt, dass sich der unausgesprochene Text durch die Vorstellungskraft des Zuschauers wie von selbst schreibt. Die beiden Künstler kreieren einen komischen, geteilten Glücksmoment, in dem man das Alltägliche wiedererkennt. Eine Frau, ein Mann. Frieda und Juanito. Sie wohnen im selben Haus. Auf derselben Etage. Sie sind Nachbarn. Sie haben nicht dieselbe Arbeit. Sie arbeitet im Süden der Stadt, er im Norden. Unterschiedliche Stundenpläne, unterschiedliche Lebensrhythmen. Der Zufall hat sie bislang noch nicht zusammengeführt. Eines Tages aber mischt sich das Schicksal ein. Eine Verspätung, eine ganz kleine nur, ein paar wenige Sekunden. Diese reichen gerade aus, um etwas zu entdecken, was man bis zu diesem Zeitpunkt übersehen hat, um vom Licht erfasst zu werden, das durch ein schmales Fenster im Gang fällt… Sie treffen sich. Ihre Liebesgeschichte nimmt genau dort ihren Anfang, wo alles aufhört…
Die Wahl, ohne Text zu spielen, bringt die Suche nach einer universalen und doch persönlichen Sprache mit sich: die Sprache des Körpers. Ein klangliches Universum von Jazz bis Pop umhüllt das bildhafte Denken des Zuschauers, der sich mit den Figuren identifizieren kann.
Canevas de jeu: Colette Roy et Sandro Santoro
Mise en scène: Jean-Martin Moncéro
Images sonores: Studio 52.9/ Vincent Triponez
Jeu: Colette Roy, Sandro Santoro.
Regie: Jean-Martin Moncéro

Naphtaline

Seit ihrer Gründung 2004, hat die Compagnie Naphtaline mehrere Originalproduktionen präsentiert, die auf Theater ohne Worte und Bewegungstheater basieren. Sie alle verbindet die Handschrift von Sandro Santoro, der die verschiedenen Disziplinen und Genres mit einer Vorliebe fürs Burleske verknüpft.