Die Kleinkunstbühne des
Migros-Kulturprozent.

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Frank Goosen

Mein Ich und sein Leben

Literarisches Entertainment eines praktizierenden Komikers.

Frank Goosen

© Philipp Wente

Mein Ich und sein Leben

Beim Sex auf der Halde gezeugt, erlebt Frank Goosen eine Kindheit in der orangenen Zeit der Siebziger und eine Jugend in der bleiernen Zeit der Achtziger. Er erlebt die Nöte der Pubertät und die Qualen zahlreicher Zweierbeziehungen, bis er schliesslich ohne weitere Gegenwehr geheiratet wird (um wiederum Glück und Glanz des Vaterseins zu empfinden). Keine Lebensphase des praktizierenden Komikers Frank Goosen entgeht der zugespitzten, Lachtränen erzeugenden Beschreibung: Die Erinnerungen an die Schulkumpels Mücke und Pommes, peinliche Liebesnächte und verstörend schlechte ehemalige Lieblingsmusik. Aber auch der entsetzliche Dia-Abend mit aus dem Urlaub heimgekehrten Freunden wird gewürdigt. Goosen lässt sein Ich in immer neue Rollen schlüpfen, jede so wiedererkennbar wahr, dass sie ebenso gut erfunden sein könnte.

Frank Goosen

Es hat sich viel getan bei Frank Goosen seit sein erster Roman «Liegen lernen» erschien. Anfang 2003 legte er den zweiten Roman «Pokorny lacht» vor, der sich ebenfalls in kürzester Zeit zum Bestseller mauserte. Darüber hinaus finden sich seine Geschichten, Glossen und Rezensionen mittlerweile in fast allen grossen Zeitschriften, sei es Spiegel, Stern, Focus oder Die Welt. Ein Höhepunkt ist die Verfilmung von «Liegen lernen», die im September 2003 in die Kinos kam und ein Kassenknüller wurde. Aber auch den Kleinkunstbühnen ist Goosen treu geblieben. In Soloprogrammen wie «Indiskret» (2001 zu Gast Im Hochhaus) bot er gewohnt pointensicheres literarisches Entertainment, das auch vor der einen oder anderen leichtfüssigen Albernheit nicht zurückschreckte.