Die Kleinkunstbühne des
Migros-Kulturprozent.

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Ohne Rolf

Blattrand

Die Gewinner des Schweizer Innovationspreises SurPriX 2004 betreten erfolgreich absolutes Neuland.Am «Blattrand» treffen die beiden Leisen das erste Mal auf Laute und blättern um ihr Leben.

Ohne Rolf

Blattrand

Zwei Männer in schwarz-weiss und tausend Plakate. Ein stummes Gespräch entsteht. Blätter bedeuten für sie die Welt, denn sie reden wie gedruckt aber ohne Stimmbänder. Am Blattrand treffen die beiden Leisen das erste Mal auf Laute und blättern um ihr Leben. Nach vielen Kurzauftritten in der ganzen Schweiz präsentiert OHNE ROLF jetzt ihr erstes abendfüllendes Programm.
OHNE ROLF sind Virtuosen vorgedruckter Improvisation. Ganz plakativ bewegen sie sich mit ihren philosophisch-absurden Wortspielereien irgendwo zwischen absurdem Theater, philo-sophischem Kabarett und lebendigem Comic. 1999 probierten Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg ihre Plakatidee zum ersten Mal aus: Mit starrer Mine und dunklen Anzügen stellten sie sich auf die Strasse und hielten ein A4-Blatt mit der Aufschrift «Hier gibt es nichts zu sehen» vor sich hin. Diese kleine, unauffällige Aktion stiftete bei den Passanten erhebliche Verwirrung. Gibt es hier wirklich nichts zu sehen? Eigentlich nicht – ausser weiteren Plakaten: «Gehen Sie weiter, hier gibt es wirklich nichts zu sehen.» Im Verlauf der Performance versuchten sie immer aggressiver ihr Publikum wegzuschicken: «Wir könnten eine Sekte sein!» Umso heftiger sie die Fussgänger davon überzeugen wollten, sie nicht zu beachten, desto grösser wurde ihr Publikum! Da wussten sie: eine Idee war geboren. Das Blättern von beschrifteten Plakaten. Eine im Zeitalter von sms und chat-rooms absurd-einfache und verblüffend verwirrende Kommunika-tionsform.
OHNE ROLF gewannen den Schweizer Innovations-Preis SurPrix 2004, den die ktv – Vereinigung KünstlerInnen – Theater – VeranstalterInnen, Schweiz, für Ideen und Produktionen, die besonders neuartig, originell und professionell realisiert sind, vergibt.

Konzept & Spiel: Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg
Regie: Dominique Müller