Die Kleinkunstbühne des
Migros-Kulturprozent.

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Joachim Rittmeyer

Zwischensaft

Seine Stücke sind komplex und werden von Figuren bevölkert, die sich gerne im Dazwischen bewegen und entsprechend kurios über ihre Tätigkeiten sinnieren. Diese Kulmination des Absurd-Alltäglichen lässt sich auf geniale Weise zugespitzt im aktuellen Programm «Zwischensaft» finden, mit dem Joachim Rittmeyer seinen Einstand IM HOCHHAUS gibt.

Joachim Rittmeyer

© Christian Altorfer

Zwischensaft

«Interessenkreis für Sondierbohrungen im Alltag» nennt sich die Gruppe um den luzid-schrägen Theo Metzler. Sie bildet in Joachim Rittmeyers 19. Solostück «Zwischensaft» den roten Faden. Das Stück habe keine Handlung, meint Rittmeyer, es gehe äusserlich um einen Abend mit eigentlich sinnlosen Experimenten. Wichtiger und erhellender allerdings ist, was dazwischen läuft und wie es dazu kommt: Während sich auf der Bühne rund um Jovan Nabo, dem osteuropäischen Spezialisten für Mittelwellen, und Paddy, dem jungem Experimentierfan, eine aufwendige Mise en place entwickelt, wird ausgerechnet die unverwüstliche labile Kraft in Form von Hanspeter Brauchle zu einer Art Hoffnungsträger...

Joachim Rittmeyer

Joachim Rittmeyer wurde 1951 in St. Gallen geboren. Nach einer Primarlehrerausbildung mit kurzer Tätigkeit als Lehrer folgten zwei Jahre Journalismus. 1973 präsentierte der Wahlbasler sein erstes kabarettistisches Soloprogramm («Lachen und Pfützen»), dem bis heute 18 (u.a. «Orientierungsabend», «verlustig», «Lockstoff») gefolgt sind. Rittmeyer wurde mit den wichtigsten Kleinkunstpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kulturpreis der St. Gallischen Kulturstiftung für sein gesamtes Schaffen.

Spiel, Text und Regie: Joachim Rittmeyer
Künstlerische Beratung: Felix Kündig
Endregie: Christoph Haering