Die Kleinkunstbühne des
Migros-Kulturprozent.

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Schön & Gut

Das Kamel im Kreisel

Herr Schön und Frau Gut, die wundersamen Figuren aus dem ersten Bühnenprogramm von Schön & Gut, treffen auch in diesem Stück wieder aufeinander, und wieder ist ein Feuerwerk garantiert von Fantasie, Wortwitz, Poesie und politischer und gesellschaftlicher Satire.

Schön & Gut

Das Kamel im Kreisel

Grosshöchstetten ist im Festtaumel: Heute wird der nagelneue Verkehrskreisel eingeweiht. In der Kreiselmitte steht – ein Kamel. Das ganze Dorf ist da, lauscht den Ansprachen und bewundert die eigenwillige Kreiselkunst. Auch Schön. Georg Schön, Metzgersohn, nie gross aus Grosshöchstetten raus gekommen. Und Gut. Katharina Gut, Matrosentochter aus Hamburg, mit Emmentaler Wurzeln. Sie ist unterwegs in delikater Mission: Sie hat einen Hof samt Kuh geerbt und sucht einen Bauern, Heirat nicht ausgeschlossen. Wenn das nur gut geht. Und über allem thront die letzte grosse Frage: Wie um Himmels Willen kam das Kamel in den Kreisel?

Schön & Gut

Zweieinhalb Jahre lang spielten Anna-Katharina Rickert und Ralf Schlatter als Schön & Gut ihr erstes Bühnenprogramm «Eine Liebesgeschichte» und wurden dafür mit dem «Salzburger Stier» 2004 ausgezeichnet.
Anna-Katharina Rickert (27. Dezember 1973 in Zürich, lebt als Schauspielerin und Kabarettistin in Birmensdorf) steht auf der Bühne, seit sie gehen kann. Nach den Anfängen im «Kindertheater Metzenthin» folgte nach der Matura die dreijährige Ausbildung an der «comart», Schule für Theater, Mime und Tanz in Zürich, ergänzt mit Weiterbildungen in Mimenkunst bei Roy Bosier am Schauspielhaus Zürich und in der Strasberg-Methode bei Herbert Fischer in Berlin. Der «comart»-Abschlusstournee (Regie: Bettina Dieterle) folgte 1998 eine Saison als Clown im Circus Medrano, mit 380 Vorstellungen in acht Monaten. 1999 spielte sie Strassentheater mit der Gruppe «Platztheater» (Regie: Philipp Boe), dann wurde sie von der «TheaterFalle Basel» engagiert und spielte in den Forumtheater-Produktionen «www.heroes.li – love in cyberspace» (2001), «Ich bin so frei» (2002) und «Halt Gewalt» (2004), jeweils mit Tourneen durch die ganze Deutschschweiz.
Ralf Schlatter (1. November 1971 in Schaffhausen) arbeitete nach dem Studium von Germanistik und Geschichte in Zürich und Spanien zwei Jahre als Kulturredaktor beim Schweizer Fernsehen. Seit 2001 lebt er als freier Autor und Kabarettist in Zürich. Für seinen Debütroman «Federseel» (2002) und die Erzählung «Maliaño stelle ich mir auf einem Hügel vor» (2003) erhielt er diverse Förderpreise und Auszeichnungen. Fürs Schweizer Radio DRS schrieb er das viel beachtete Schreckmümpfeli «Mord auf Tonband» und die Hörspiele «Nudelsonntag» (2012) und «Rumantsch Grischun», ausgezeichnet mit dem «Prix Suisse» 2006. Seit 2009 schreibt und liest er regelmässig Morgengeschichten für DRS 1. Im Mai 2008 erschien beim Christoph Merian-Verlag «Verzettelt – Verlorene Worte und ihre Geschichten». Während rund zehn Jahren sammelte Ralf Schlatter dafür von Hand beschriebene, weggeworfene Zettel und erfand Geschichten dazu. 2012 erschien sein Lyrikband «König der Welt».