Die Kleinkunstbühne des
Migros-Kulturprozent.

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Timo Wopp

Passion - The Show

«Passion - Die Show», das erste Solo-Programm von Timo Wopp, steht ganz im Zeichen der Lebenshilfe. Lebenshilfe für sein Publikum. Denn Wopp selbst ist perfekt. Ein moderner Jesus - mit dem kleinen Unterschied, dass ihm nichts heilig ist, vor allem nicht er selbst.

Timo Wopp

© Knut Gminder

Passion - The Show

In seinen Nummern stellt er sich, wenn es die Pointe erfordert, über sein Publikum, um von oben die eine oder andere Gemeinheit hinunterzuschleudern. Doch dann schiesst er, gänzlich unerwartet, gegen sich selbst. Dank dieser Mischung aus Frechheit und Selbstironie lacht sein Publikum bereitwillig mit, selbst dann, wenn es einen Spiegel vorgehalten bekommt. 

Timo Wopp nennt das Kind beim Namen, wie hässlich es auch sein mag. Für einen guten Gag sucht er schon mal Grenzen auf. Dass seine Zuschauer ihm dorthin gerne folgen, liegt vor allem daran, dass sie gedanklich nicht über plattgetrampelte, altbekannte Comedy-Pfade geschleppt werden. Wopps Witz liegt darin, dass man überrascht ist über soviel Ehrlichkeit. Oder Unverschämtheit – wie man will. Sein Witz liegt ausserdem in der intelligenten Schärfe und in Blickwinkeln, die das Publikum herausfordern.

Timo Wopp

Timo Wopp (*1976) studierte an der Universität Hamburg Betriebswirtschaftslehre. Schon während seines Studiums trat er professionell als Jongleur auf deutschen und internationalen Varietébühnen auf. Er war 2007 der erste deutsche Jongleur beim Cirque du Soleil in New York. Dass er auch mit Worten jonglieren kann, beweist er mit seinem aktuellen Soloprogramm, das er IM HOCHHAUS als Zürcher Premiere präsentiert.

Regie: Knut Gminder