Nils Heinrich ist wieder da. Der gern gesehene Gast diverser Kabarettsendungen und vor allem Schöpfer solcher unsterblichen YouTube-Ohrwürmer wie «Laktoseintoleranz», «Mensch von früher» oder «Twitternde Mädchen» bringt sein neuestes Live-Programm auf die Bühne. Auch IM HOCHHAUS.

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Die Kleinkunstbühne des
Migros-Kulturprozent.

Tickets

Freitag, 22. Nov. 2019, 20:00 Uhr
Samstag, 23. Nov. 2019, 20:00 Uhr
2 x 45' plus Pause
Abendkasse und Bar öffnen eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
Saalöffnung: 19.45 Uhr

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Nils Heinrich

Aufstand

Nils Heinrich ist wieder da. Der gern gesehene Gast diverser Kabarettsendungen und vor allem Schöpfer solcher unsterblichen YouTube-Ohrwürmer wie «Laktoseintoleranz», «Mensch von früher» oder «Twitternde Mädchen» bringt sein neuestes Live-Programm auf die Bühne. Auch IM HOCHHAUS.

Nils Heinrich

Foto: Stefan Maria Rother

Aufstand

Nils Heinrich ist Mitte 40. Er kann über alles nur noch lachen. 1989 versprach man ihm Reisefreiheit. Doch dann wurde die Bahn privatisiert. Er hat Zahnfüllungen aus zwei Gesellschaftssystemen im Mund. Die erzeugen Strom. Diese zusätzliche Energie kann er gut gebrauchen. Denn er ist verheiratet und hat neuerdings Kleinkinder. Er hat also ein Leben. Und keine Zeit für beknackte Debatten, die aus dem Internet in den Alltag rüber schwappen. Bei «Genderdebatte» fragt er sich, ob das ein neues Wort für «Funkloch» ist oder die englische Kurzfassung für: «Ich kriege keinen Klempner, wenn ich einen brauche». Die wirklich heissen Eisen unserer Zeit sind doch folgende: die jungen Leute wachsen heute ganz ohne CD-Rohlinge auf. Kinder hören die gleiche Musik wie ihre Eltern. Und wenn die Enkel Helene Fischer hören, bleibt dem Opa nur die Flucht nach Wacken. Aber wen sieht er da auf der Bühne? Heino! Und wenn man aus Versehen mal die Nachrichten anmacht, hat man gleich ganz verloren. Gegen die Kirmes, die der Wahnsinn gerade feiert, helfen nur neue Witze, neue Ohrwürmer, neues Programm: AUFSTAND. Von und mit Nils Heinrich, dem Mann mit systemübergreifender Lebenserfahrung.

«Scheinbar harmlos aus dem Nichts entwickelt Nils Heinrich in Seelenruhe Szenarien, die vordergründig spassig sind. Doch dann trifft einen die Pointe. Klug, böse, knallhart.» Berliner Morgenpost

Nils Heinrich

Nils Heinrich wurde 1971 in Sangerhausen (Bezirk Halle, DDR) geboren. Nach einer umfassenden Ausbildung und Ausbeutung zum Konditor, erlebt er ohne grössere Schäden zum ersten Mal in seinem Leben den Zusammenbruch eines politischen Systems, assimiliert sich danach aber gekonnt in die neue Gesellschaftsordnung. Bis 2003 erforscht er intensiv das Innenleben der Münchener und Berliner Medienbranche als Praktikant, Reporter, Redakteur und Autor. In Berlin trifft Nils Heinrich im Jahr 2000 auf die «Lesebühnenszene». Inspiriert durch die Surfpoeten greift Heinrich selbst zum Stift, wird aktiver Vorleser und Liedersänger auf den Lesebühnen in ganz Deutschland.

2003 gründet er die eigene Lesebühne Brauseboys in Berlin. Seit 2005 gewinnt er immer wieder Kleinkunstwettbewerbe und ist zunehmend auch abendfüllend mit seinem ersten Programm «Texte, Lieder und Gemüse» auf Tournée. 2008 folgt sein zweites Programm «Die Abgründe des Nils». 2011 folgt sein drittes Soloprogramm «Weiss Bescheid» mit dazugehöriger CD. Im Laufe des Jahres erhält Nils Heinrich nicht nur den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg sondern auch den Salzburger Stier. 2012 erscheint im Carlsen Verlag das Buch «Irgendwo muss man ja wohnen» und 2014 «Wir hatten ja nichts – ausser Umlaute» bei Rowohlt.